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Gespanntes Kribbeln vor der Heimpremiere

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten |

 

 

Regionalliga: Erstes Punktspiel für OHV in der Sparkassen-Arena / TV Neerstedt am Samstag um 19.30 Uhr der Gegner


sm Aurich. Wenn die Handballer des OHV Aurich an diesem Wochenende zu ihrem ersten Heimspiel der Saison antreten, dann ist fast nichts mehr so wie es die vergangenen fünf Jahre in der 2. Bundesliga war, die Zeit davor in der Regionalliga, ja wie es in den zurückliegenden 20 Jahren war. Nur der Spieltermin ist noch der gleiche. Diesmal. Und auch die Ausnahme. Samstag, 19.30 Uhr. Gegner: der TV Neerstedt. Ort: die neue Sparkassen-Arena. Und bei allen Verantwortlichen herrscht gespanntes Kribbeln.

Wie groß ist noch das Interesse an den Spielen des OHV nach den Turbulenzen der vergangenen Saison? Wie wird die neue Halle angenommen? Und wie wird die Atmosphäre sein? Alle fiebern.

Die IGS-Halle hatte sich für viele gegnerische Mannschaften zur „Hölle“ entwickelt. Auf eine ähnliche Stimmung hofft OHV-Trainer Eric Hettmann auch im neuen sportlichen Zuhause.

Mit den Rahmenbedingungen sind die Auricher jedenfalls schon gut Freund. „Die ermöglichen einen technisch versierteren Handball“, sagt Hettmann mit Blick auf die Grundlage. Was aber gleichzeitig auch bedeutet, dass es mit dem „Heimvorteil“ der Auricher vorbei ist. Denn so mancher Gegner hatte in alter Stätte mit den Tücken des Hallenbodens seine Not.

Bei aller Gespanntheit über das Premieren-Drumherum konzentrieren sich Hettmann und sein Team auf die sportliche Aufgabe. Und die heißt, gegen den TV Neerstedt erfolgreich zu bestehen. Bei der Vorbereitung auf den Gegner müssen die Auricher auf Bildmaterial verzichten. Es gibt zwar einen DVD-Austausch unter den Vereinen. Der greift aber erst ab dem dritten Spieltag.

Also bauen die Auricher auf das Gehörte. Und auf die Erinnerung ihres Trainers, der die Spielweise des TV zu Oberliga-Zeiten aus der Sicht des Schiedsrichters kennengelernt hat: „Schon damals haben die Neerstedter einen modernen Handball gespielt.“

Heute machen sie gnadenlos Tempo. Können auf starke Torhüter bauen. Haben nicht die „Kracher“ im Rückraum. Müsste dem OHV bekannt vorkommen. Denn genau diese Eigenschaften treffen auch auf die Auricher zu.

„Wir müssen sehen, dass wir die Zahl der eigenen Fehler gering halten und damit das gegnerische Tempospiel erst gar nicht zulassen“, sagt Hettmann.

Dem TSV Bremervörde ist das am vergangenen Wochenende nicht gelungen. Aufsteiger TV Neerstedt gewann gegen den Zweitliga-Absteiger deutlich mit 35:30 Toren. Und hat damit die ersten Pluspunkte auf seiner Expedition „Abenteuer Regionalliga“ eingefahren. Dabei ist die Erwartungshaltung ganz bescheiden. Waren die Neerstedter doch nur dritte Aufstiegs-Wahl gewesen, nachdem die HSG Nordhorn II mit dem Rückzug ihrer Mannschaft aus der Regionalliga einen Platz freigemacht und Oberliga-Vizemeister HSG Wilhelmshaven II auf den Aufstieg verzichtet hatte.

TV-Trainer Dag Rieken kann auf ein eingespieltes Team bauen. Noch etwas, was die Neerstedter und der OHV gemeinsam haben. Personell ist Rieken morgen besser dran als zum Saisonauftakt, als Carsten Brinkmann aus privaten Gründen fehlte.

Hettmann hofft, am Samstag, zumindest in Phasen, wieder auf Oliver Arends bauen zu können. Arends musste am vergangenen Samstag im Spiel bei der HSG Wolfen bereits in der achten Minute mit einer Rückenverletzung passen. Im nachhinein wurde eine schwere Lendenwirbel- und Beckenprellung diagnostiziert. Gestern probierte Arends es erstmals wieder mit dem Training. Oliver Krause, der an einer Wadenverletzung laborierte, ist hingegen mit ganzen Kräften wieder ins Training eingestiegen.

Ostfriesische Nachrichten
Online-Ausgabe vom 10.09.2009;  22:00:00 Uhr

 

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