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OHV II nicht zu stoppen

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   2. Herren

Den Verbandsliga-Handballern des OHV II ist gegen den TV Neerstedt nahezu alles geglückt. Heraus kam ein 38:21-Sieg. Der hatte aber mehrere Gründe.

 

Aurich - Etwas mehr als einen Monat mussten die Verbandsliga-Handballer des OHV Aurich II zwangspausieren. Der niedersächsische Verband hatte die Saison coronabedingt unterbrochen. Am Sonnabend haben die Auricher sie mit dem Nachholspiel gegen den TV Neerstedt fortgesetzt. Und wie. Sie waren von jetzt auf gleich wieder auf Betriebstemperatur. Mehr noch. Sie sprudelten regelrecht über. Am Ende stand ein 38:21-Sieg gegen einen bis dahin in der Tabelle besser platzierten Gegner.

 

Ich hatte ja Alternativen“, sagte Trainer Patrick Tulikowski mit Blick auf seinen voll besetzten Kader. Dazu gehörte erstmals auch Arne Tuinmann. Er lebt zwar seit gut einem halben Jahr berufsbedingt in Braunschweig. Sein Spielerpass aber liegt nach wie vor beim OHV. Am Sonnabend war er zu Besuch in der Heimat und für die Auricher im Einsatz. Und gleich wieder mittendrin. Obwohl er seit seinem Weggang keinen Ball mehr in der Hand gehabt hatte. Mit dabei war auch Routinier Steffen Eilers, auf den Tulikowski berufsbedingt ebenfalls nicht immer bauen kann.

 

 Auricher wie beim Sprint aus dem Startblock

 

Beste personelle Voraussetzungen sind aber noch lange keine Garantie für einen solchen Spielverlauf. „Wenn wir aber gut reinkommen“, so Tulikowski. Er musste den Satz nicht vollenden, um heraushören zu können, was dann geht.

 

Nach nicht einmal vier Minuten führte seine Mannschaft 4:0. Hatte aus dem Rückraum getroffen, einen Gegenstoß erfolgreich abgeschlossen, mit einem hüfthohen Wurf den gegnerischen Torwart überlistet, einen Siebenmeter verwandelt. Und sie hatte mit Frederik Möhlmann einen Torwart in Hochform zwischen den Pfosten, der bis dahin gar nicht und danach nur ganz schwer zu überwinden war.

 

Sehenswerte 60 Minuten

 

Der Bilderbuchstart war aber nur der Anfang von sehenswerten 60 Minuten. „Es hat alles geklappt, was wir uns vorgenommen hatten. Und wir haben mit Leidenschaft gespielt“, sagte Tulikowski.

 

 Zur Halbzeit führte seine Mannschaft 21:10. Fast 100 Zuschauer verabschiedeten die Auricher Mannschaft mit Applaus bereits in die Halbzeitpause. Und feierten sie nach Spielschluss. Denn die hatte keinen Deut nachgelassen.

 

Was die Neerstedter auch probierten, die Auricher waren durch Nichts aus der Bahn zu werfen. Sie ließen sich weder durch eine Manndeckung irritieren, die die Neerstedter praktizierten, wenn OHV-Spieler Zeitstrafen kassiert hatten. Und auch nicht durch eine offensivere Deckungsvariante des Gegners. In der 48. Minute, nachdem die Auricher sechsmal in Folge getroffen und ihre Führung auf enorme 17 Treffer ausgebaut hatten (34:17), meldete TV-Trainer Andreas Müller eine Auszeit mit den Worten an: „Ich muss mal kurz unterbrechen. Sonst drehen die durch.“ Längst hatten sich die Neerstedter mit einer Niederlage abgefunden. Es ging für sie nur noch darum, das Spiel über die Bühne zu bringen. Müller machte für die Niederlage eine fehlende Einstellung und mangelnde Chancenverwertung verantwortlich.

 

OHV Aurich II – TV Neerstedt 38:21 (21:10)

OHV Aurich II: Möhlmann (1. - 51. Minute), Müller (51. - 60.); Lübben (5 Tore), Meinke, N. Gronau, R. Gronau (14/davon 5 Siebenmeter), Tuinmann (2), Speckmann, Neumann (7), Stoehr (1), Dallügge (1), Eilers (2), Reshöft (2), Menne (4).

Zeitstrafen: OHV II 12 Minuten – TV 12.

Rote Karten: Neumann (OHV) und Hoffmann (TV) nach dritten Zeitstrafen.

Siebenmeter: OHV II 5/5 verwandelt – TV 3/2.

Torfolge: 4:0 (4. Minute), 5:2 (7.), 10:2 (13.), 21:10 (30.); 28:17 (43.), 34:17 (48.), 38:21 (60.).

Erzielte 14 Tore für den OHV Aurich II: Renke Gronau.
Zur Hochform liefen die Handballer des OHV Aurich II gegen den TV Neerstedt auf. Erstmals in dieser Saison konnte Arne Tuinmann mitspielen. Fotos: Bernd Wolfenberg
 

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