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Das steckt hinter dem Färöer-Abenteuer vom OHV-Keeper

Erstellt von Ostfriesen Zeitung: Matthias Herzog | |   Rund ums Team

Von Entspannung kann beim OHV-Torhüter Edgars Kuksa keine Rede sein. Der Torhüter fliegt in wenigen Tagen zu einem sportlichen Abenteuer auf die Färöer-Inseln.

 

  Denn für den Keeper gibt es kaum Zeit zum Durchschnaufen, ist er doch für die lettische Nationalmannschaft im Dauereinsatz. Für den 31-Jährigen und sein Team geht es in Vor-Qualifikationsspielen um die Teilnahme an der Europameisterschaft 2024 in Deutschland und die Weltmeisterschaft 2023 in Schweden und Polen.

 

Feiertage in der Heimat genossen

 

Nach einem Trainingslager vor Weihnachten konnte Kuksa mit seiner Frau Monta und Töchterchen Eliza aber doch noch die Feiertage in der Heimat genießen. „Ich habe bei lettischen Spezialitäten auch sehr gerne zugegriffen, da kann ich doch nicht Nein sagen“, erzählt er lächelnd. Natürlich beneide er seine Auricher Mannschaftskollegen ein wenig, zwischen den Jahren auch einmal auszuspannen. Er hat sich aber bewusst für die Nationalmannschaft entschieden und möchte das komplette Programm durchziehen. Und das hat es wahrlich in sich.

 

Momentan steigt in Riga ein dreitägiges Vorbereitungsturnier mit Litauen und Estland. Den Jahreswechsel wird Kuksa noch mit der Familie verbringen können, doch ab dem 2. Januar steht dann schon wieder das nächste Trainingslager an. Denn am 6. Januar (in Riga) und 9. Januar kämpft er mit Lettland gegen Bulgarien um die Teilnahme an der EM-Qualifikation (2024).

 

Kuksa hofft auf Einsatzzeiten

 

„Ab Anfang des Jahres starten wir mit der Feinabstimmung. Es sind zwar auch einige jüngere Spieler dabei, aber wir haben schon den besten Kader zusammen“, glaubt Kuksa und hofft, dass er auch regelmäßig zu Einsatzzeiten kommen wird. Bei der Europameisterschaft 2020 in Norwegen sorgte er mit einem starken Spiel bei der knappen 27:28-Niederlage gegen Deutschland mächtig für Furore.

 

Damit Lettland wieder aufs große internationale Parkett zurückkehrt, steht nach den Spielen gegen Bulgarien noch ein exotischer Ausflug an. Normalerweise landen eher Naturliebhaber auf den Färöer-Inseln. Aber im Januar kommen auch drei Handball-Nationalmannschaften eingeflogen. Zusammen mit dem Gastgeber geht es für Lettland, Italien und Luxemburg in einer Vierergruppe (Spiele vom 14.-16. Januar) darum, einen der ersten beiden Plätze zu belegen.

 

Familie fährt früher zurück nach Aurich

 

Die beiden Gruppenersten erreichen die nächste Runde zur WM-Qualifikation 2023. „Die Reise auf die Färöer-Inseln ist schon ein kleines Abenteuer. Ich hoffe, dass wir einen Nonstop-Flug bekommen, noch steht das nicht fest“, berichtet Kuksa. „Ich denke schon, dass wir uns gute Chancen ausrechnen können. Wir wollen uns qualifizieren und haben genug routinierte Spieler dabei“, betont Kuksa. So wird auch 2,15-Meter-Hüne und Kapitän Dainis Krištopans (Paris St. Germain) mit auf die Färöer-Inseln fliegen.

 

Während Kuksa also international im Einsatz ist, geht es für seine Familie bereits Anfang Januar zurück nach Aurich, da für Tochter Eliza die Schule wieder startet. Aufgrund der Spiele mit der lettischen Nationalmannschaft wird der Keeper auch den Jahresauftakt mit dem OHV Aurich verpassen. Ab dem 3. Januar geht es für die Auricher Spieler mit dem Training weiter, am 16. Januar steht dann die erste Partie in der Sparkassen-Arena gegen TSV GWD Minden II an. „Aber eins ist jedenfalls sicher. Ich werde bestens vorbereitet wieder nach Aurich zurückkehren“, glaubt Kuksa. Bei seinem Programm in den nächsten Tagen dürfte es daran keine Zweifel geben.

 

 

Der deutsche Torhüter Andreas Wolff (links) vor dem Spiel 2020 mit Edgars Kuksa. Foto: Revierfoto/Imago
Edgars Kuksa im Dress der lettischen Nationalmannschaft: Hier ein Archivfoto vom EM-Spiel 2020 in Norwegen gegen Spanien. Foto: PanoramiC/Imago
 

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