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Saisonabbruch für Handballer kein Thema

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   2. Herren

Der niedersächsische Verband will den Spielbetrieb, der derzeit coronabedingt unterbrochen ist, fortsetzen. Die Verantwortlichen hoffen nach wie vor auf einen Wiederbeginn im Februar

Aurich. Der Handballverband Niedersachsen (HVN) hält nach wie vor daran fest, den Spielbetrieb in den Ober- und Verbandsligen im Februar fortzusetzen und die Saison 2020/21 dann in der Form einer Einfachrunde zu Ende zu spielen. Das teilte der Verband am Sonnabend im Rahmen einer Online-Konferenz mit den Vorsitzenden und Spieltechnikern der Regionen mit. Die Mannschaften sollen jedoch nicht ohne eine drei- bis vierwöchige Vorbereitungsphase den Punktspielbetrieb wieder aufnehmen, wie es weiter hieß. Der Verband kommt damit dem Wunsch der Ober- und Verbandsligisten nach. Auch der Trainer des OHV Aurich II, Patrick Tulikowski, hatte sich für die Vorlaufzeit ausgesprochen

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HVN-Präsident Stefan Hüdepohl geht aktuell noch davon aus, dass die Sportstätten in Niedersachsen und Bremen ab Mitte Januar für den Vereinssport wieder geöffnet sind. Die vom Präsidium eingesetzte Task Force analysiert weiterhin wöchentlich die Situation. Präsidium und Geschäftsführung stehen im regelmäßigen Austausch mit dem Landessportbund und den Mitarbeitern des niedersächsischen Innenministeriums. „Unsere Hoffnung, nach Ende der Ferien die Schulsportstätten wieder nutzen zu können, scheint aktuell nicht ganz unberechtigt“, sagt Hüdepohl.

 

Spätestens Anfang März muss es weitergehen

 

Er geht jedoch nicht davon aus, dass eine verbindliche Entscheidung vor dem 5. Januar getroffen wird, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder zu einem weiteren Austausch über die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zusammenkommen. Hüdepohl fordert die Gliederungen des HVN auf, während des Lockdowns den direkten Kontakt mit den Vereinen und den Trägern der Sportstätten zu halten: „Um heute die Voraussetzungen zu schaffen, 2021 frühzeitig den Spielbetrieb wieder aufzunehmen.“

 

Gemeinsam mit Geschäftsführer Markus Ernst und dem Vizepräsidenten Spieltechnik, Jens Schoof, zeigte Hüdepohl verschiedene Szenarien auf. Laut Schoof muss die Saison 2020/2021 spätestens mit Ablauf des Monats Juni enden: „Nach unseren Berechnungen müssten wir für die Ober- und Verbandsligen spätestens Anfang März den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Sonst bleibt uns keine Luft mehr, auch nur auf irgendetwas zu reagieren.“ Ähnlich äußerte sich Jugendspielwart Olaf Bunge für die Jugendspielklassen. Den letzten Spieltag der Jugendklassen planen die Mitglieder des Spielausschusses für Sonntag, 9. Mai. Ende Mai sollen die Relegationen für die Saison 2021/2022 beginnen. „Und das in der Hoffnung, dass dann ein geordneter Spielbetrieb wieder möglich ist“, so Bunge. Hüdepohl sagte zu, die Gliederungen in eine etwaige Entscheidung über einen Abbruch der Saison mit einzubinden.

 

Wann und in welcher Form die Gliederungen des Handball-Verbandes Niedersachsen eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs planen, ist offen. Nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen Sieben-Tages-Inzidenzen in den Landkreisen.

Auch die Spieler zweiten Mannschaft des OHV Aurich hoffen darauf, die Saison im Februar fortsetzen zu können. Archivfoto: Wolfenberg