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OHV mit personellen Problemen zum Tabellendritten

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Für Handball-Drittligist OHV Aurich wird nicht nur der nächste Gegner zu einer hohen Hürde. Die personelle Ausgangslage ist vor dem Spiel beim Tabellendritten ASV Hamm II prekär.

 

Aurich - Von einem Extrem ins andere: Hatten es die Drittliga-Handballer des OHV Aurich am vergangenen Sonntag mit dem Tabellenletzten zu tun, treffen sie nun am Sonnabend in Hamm (19.30 Uhr) mit dem ASV Hamm-Westfalen II auf ein Spitzenteam. Im Vergleich zum Sonntag ist die Erwartungshaltung jetzt eine andere. Da setzt keiner unbedingt einen Auricher Sieg voraus. Das hat aber noch einen anderen Grund.

 

Für die Auricher ist die Saison bisher optimal gelaufen. Zumindest mit Blick auf den Punktestand – 10:0. Besser geht nicht. Aber auch die personelle Lage bereitete OHV-Trainer Arek Blacha in den ersten vier Spielen kaum Sorgen. Das war am vergangenen Sonntag gegen den TV Bissendorf-Holte schon anders und spitzt sich für diesen Sonnabend noch zu. Die Grippe hat das Team voll erwischt.

 

 OHV-Trainer muss basteln

 

Deswegen fehlte am vergangenen Sonntag bereits Kevin Wendlandt. Anderen, wie Evgeny Vorontsov, steckte sie noch im Körper, oder bahnte sich an. Torwart Frederick Lüpke, Wilke de Buhr, Lukas Günsel, Jannes Hertlein und weiterhin Wendlandt: Die Liste von Blacha mit den grippekranken Ausfällen in dieser Woche ist lang. Er selbst ist auch noch nicht wieder fit. Zu acht haben sie am Dienstag trainiert.

 

„Aus den Spielern, die am Sonnabend im Spiel in Hamm dabei sein können, müssen wir etwas basteln“, sagt Blacha. Und dann ist die nächste Frage, wie sie kräftemäßig durchhalten. „Gucken wir mal, wie weit wir kommen“, sagt der OHV-Trainer, „auf der personellen Basis lassen sich keine großartigen Geschichten ausbauen.“

 

ASV Hamm II hat erst ein Spiel verloren

 

Die Zweitliga-Reserve des ASV Hamm, die in der Saison 2019/20 in die 3. Liga aufgestiegen ist, hat in dieser Saison erst ein Spiel verloren. Am zweiten Spieltag beim TuS Spenge mit 19:29 Toren. Sie ist punktgleich mit dem zweitplatzierten Wilhelmshavener HV Tabellendritter. Ein Beleg dafür, dass Trainer Dirk Schmidtmeier mit berechtigtem Optimismus in die Saison gestartet ist. Er sei guten Mutes, dass seine Mannschaft nicht zu den 26 Teams gehören wird, die am Ende in die Oberliga absteigen müssen, hatte er im Vorfeld gesagt. Ziel ist der Klassenerhalt.

 

Der ASV ist mit vier Neuzugängen im Team in die Saison gestartet. Zwei 19-Jährigen, die aus den Nachwuchskadern der Bundesligisten THW Kiel und TBV Lemgo gewechselt sind, sowie einem 20-jährigen Niederländer, der 2019 mit der A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt Deutscher Meister wurde. Der vierte Neue im Team ist mit Sebastian Loos ein Routinier. Der 30-Jährige hat zehn Jahre in der 3. Liga für die SG Menden-Sauerland gespielt. Schmidtmeier sieht sein Team in der Breite besser aufgestellt als im Jahr zuvor.

 

Hamm hat mit seiner Leistung auch OHV-Trainer Arek Blacha beeindruckt: „Die Mannschaft spielt verschiedene Konzepte, ist auf jeder Rückraumposition doppelt besetzt. Sehr vielfältig.“ Was die Bastelarbeit für ihn nicht einfacher macht.

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Einen schweren Stand hatten die Spieler des OHV (im Bild Jonas Schweigart) zuletzt gegen den Tabellenletzten TV Bissendorf-Holte. Sonnabend bekommen es die Auricher mit einem Spitzenteam der Liga zu tun. Foto: Bernd Wolfenberg