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Johanniter im Einsatz beim OHV Aurich

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Ein Helferteam der Johanniter übernimmt bei Heimspielen des Handball-Drittligisten des OHV Aurich seit vier Jahren den Sanitätsdienst. Unterm Maibaum fing die Zusammenarbeit an.

 

Aurich. Am liebsten ist es ihnen, wenn sie nicht gebraucht werden. Nicht, dass sie die Arbeit scheuen. Allein, dass sie sich für einen Einsatz bereiterklären, fällt schon unter Dienstzeit. Aber wenn die Helfer der Johanniter-Unfallhilfe, die bei Heimspielen des Handball-Drittligisten OHV Aurich für Notfälle in der Sparkassen-Arena bereitstehen, nicht aktiv werden müssen, dann ist alles gut gegangen.

 

In der 3. Liga sind die ausrichtenden Vereine gehalten, für einen Sanitätsdienst zu sorgen und zumindest im Bedarfsfall die beschleunigte Benachrichtigung des Rettungsdienstes zu gewährleisten. So steht es in den Durchführungsbestimmungen des Deutschen Handballbundes.

 

Fachbereichsleiter hatte vorher mit Handball nichts am Hut

 

Die Johanniter sind jetzt bereits in ihrer vierten Saison bei OHV-Heimspielen im Einsatz. Dazu gekommen sind sie eher durch Zufall. Als in der Stadt Aurich 2017 auf dem Marktplatz der Maibaum aufgestellt wurde und örtliche Vereine die Bewachung übernahmen, grenzten die Schichten der Johanniter und des OHV aneinander. „So sind wir dann ins Gespräch gekommen“, sagt Andreas Töpfer, der Auricher Ortsbeauftragte und Fachbereichsleiter für Einsatzdienste. Der 33-Jährige hatte vorher mit Handball nichts am Hut. Mit dem ersten Spiel hat ihn die Begeisterung für den Sport gepackt. In den ganzen Jahren ist er vielleicht bei drei Spielen nicht dabei gewesen. „Dann war ich aber auch dienstlich verhindert“, so Töpfer.

 

Insgesamt sind die Johanniter zu fünft bei den Heimspielen des OHV. „Ein Zweierteam im unteren Bereich der Arena, ein Zweierteam für den Zuschauerbereich und ich als Einsatzleiter“, sagt Töpfer. Drei aus dem Johanniter-Team sind regelmäßig im Einsatz. „Aber es ist kein Problem, weitere Helfer zu mobilisieren“, so der Fachbereichsleiter. Zusammen mit OHV-Mannschaftsärztin Renate Kleeblatt übernehmen die Johanniter im Fall des Falles die Erstversorgung und übergeben den Verletzten im Ernstfall dann an den Rettungsdienst.

 

Erstmals Vertrag über zwei Jahre geschlossen

 

„Pro Saison kommt es etwa zweimal vor, dass wir massiv gefordert sind“, sagt Töpfer. Dann sind es so typische Handball-Verletzungen, die Fuß, Knie oder Schulter betreffen. Als gravierendster Fall ist Töpfer die Gesichtsverletzung eines Torwarts der Gastmannschaft in Erinnerung geblieben. Eine halbe Stunde vor dem Anwurf beginnt für die Johanniter ihr Einsatz in der Sparkassen-Arena. „Und wir gehen, wenn die Halle leer ist“, sagt Töpfer.

 

Das wird nicht nur in dieser Saison so sein, sondern auch in der nächsten. Erstmals haben der OHV und die Johanniter einen Sanitätsdienstvertrag über zwei Jahre geschlossen. Bisher war die Zusammenarbeit immer auf eine Saison ausgelegt. „Das ist für uns ein schöner Vertrauensbeweis“, freut sich Töpfer.

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Die Johanniter (im Bild von links Claudia Hardy, Mathias Onken und Andreas Töpfer) übernehmen bei Heimspielen des OHV Aurich den Sanitätsdienst. Foto: Wolfenberg