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OHV überrascht beim Tabellendritten

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 21.10.2019 | |   1. Herren Spielberichte

Auricher trotzen bei den Bergischen Panthern allen personellen Ausfällen und sichern sich in einem packenden Spiel ein Unentschieden

Burscheid. Als krasser Außenseiter angetreten, mit einem Punkt zurückgekehrt: Der OHV Aurich hat am Sonntagabend mit einem 25:25 beim Tabellendritten HSG Bergische Panther überrascht. Und das mit einer personellen Besetzung, die alles andere als das erwarten ließ. „Das war kämpferisch, taktisch, einfach rundum eine supertolle Leistung“, sagte OHV-Teammanager Ewald Meyer. 

Die Auricher mussten nicht nur verletzungsbedingt auf Kevin Wendlandt verzichten, sondern kurzfristig mit Oliver Staszewski grippekrank auf einen weiteren Stammspieler. 

Die Auricher spielten eine klasse erste Halbzeit. Anfangs sah es zwar so aus, als sollte die Partie den Verlauf nehmen, der dem Tabellenstand beider Mannschaften entsprach. 

4:7 lagen die Auricher beim Tabellendritten nach 13 Minuten zurück. „Anfangs haben wir noch zu viele Fehler gemacht“, sagte OHV-Teammanager Ewald Meyer. Aber die Mannschaft fing sich. Dass sie die Partie drehte, dafür sorgte maßgeblich die Defensive. „Die Abwehrarbeit war sehr, sehr gut“, so Meyer. 

Dabei war OHV-Trainer Arek Blacha schon nach 19 Minuten zu Änderungen gezwungen. Matej Cuk hatte sich da bereits seine zweite Zeitstrafe eingehandelt. Um nicht Gefahr zu laufen, ihn frühzeitig durch die dritte Zeitstrafe, verbunden mit der Roten Karte, zu verlieren, kam Cuk bis zur Halbzeitpause nur noch im Angriff zum Einsatz. Die Auricher mussten ab der 20. Minute aber in der Abwehr auch ohne Jannes Hertlein auskommen, dessen Adduktorenbeschwerden wieder aufgetreten waren. Egal. Edgars Kuksa im Tor trug seinen Teil zur starken Abwehr bei – unter anderem mit zwei abgewehrten Siebenmetern. 

In der 21. Minute verhinderte er damit das 11:9 für die HSG. Stattdessen glich Cuk zum 10:10 aus. Die erneute Führung der HSG egalisierte dann Christoph Groß. Maxim Pliuto, der zur erstmaligen Führung des OHV traf, und Jonas Schweigart drehten mit ihren Toren zum 13:11 dann die Partie. Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte Wilke de Buhr mit dem 15:12. 

Der zweite Spielabschnitt entwickelte sich zur Zitterpartie, in der die Auricher nicht nur ihren Vorsprung einbüßten, sondern in der 51. Minute erstmals auch ihre Führung. Sollte die Partie ein bitteres Ende nehmen? Von wegen. Die Auricher behielten in torarmen Schlussminuten die Nerven. Auf das 23:22 für die HSG antwortete Cuk mit dem 24:24, auf das 24:23 der HSG Christoph Groß mit dem 24:24. 

Die HSG nahm eine Auszeit und legte mit einem verwandelten Siebenmeter erneut vor (25:24). Fünf Minuten blieben noch zu spielen. Maxim Pliuto glich rund dreieinhalb Minuten vor Schluss zum 25:25 aus. Es sollte der letzte Treffer des Spiels gewesen sein. 

40 Sekunden vor Schluss nahm Blacha noch eine Auszeit. Unter dem Druck des von den Schiedsrichtern angezeigten Zeitspiels gelang den Aurichern aber kein Treffer mehr. 

16 Sekunden vor dem Ende zog der HSG-Trainer die Auszeitkarte. Aber auch seine Mannschaft blieb ohne Tor. 

Der Jubel über das Unentschieden im Auricher Lager fiel entsprechend ausgelassen aus. „Mit dem Punkt sind wir zufrieden“, sagte Meyer. 

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Genaue Instruktionen gab OHV-Trainer Arek Blacha (links) Matej Cuk. Der machte, wie besprochen, und war am Ende mit sieben Treffern Haupttorschütze der Auricher. Archivfoto: Friedrichs