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Ungleiches Kräfteverhältnis

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 14.10.2019 | |   1. Herren Spielberichte

OHV verliert gegen überlegenen Tabellenzweiten TuS Spenge klar – enttäuschend ist jedoch nur das Ergebnis

Aurich. Da war nichts zu holen: Mit 22:33 Toren haben die Drittliga-Handballer des OHV Aurich am Sonntag gegen den TuS Spenge verloren. Die Spenger stellten eindrucksvoll unter Beweis, warum sie inzwischen Tabellenzweiter sind. Enttäuscht war OHV-Trainer Arek Blacha deshalb auch nur über das Wie des Endergebnisses, nicht von der Leistung seiner Mannschaft. 

„Jeder hat Gas gegeben und mit Herz gespielt“, sagte Blacha. Damit aber konnten die Auricher das ungleiche Kräfteverhältnis nicht kompensieren. Die Spenger waren ihnen allein schon körperlich überlegen. Derartige Voraussetzungen setzten die Gäste mit reichlich personellen Alternativen dann 

noch in eine energisch-zupackende Abwehr und einen konsequent-quirligen Angriff um. 

Beim OHV klappte zunächst mal das eine, mal das andere. Weil in den letzten zehn Minuten eins zum anderen kam, der Gegner keine Gnade kannte, jeden Fehler der Auricher bestrafte, stand unter dem Strich eben diese Niederlage mit elf Toren Differenz. 

In der Anfangsphase hakte es im eigentlichen Aushängeschild der Auricher, der Abwehr. Was aber wiederum auch der Angriffsqualität des Gegners geschuldet war. Allen voran der des sprunggewaltigen Rückraumspielers Nils van Zütphen. 

Ab der elften Minute, jetzt mit Edgars Kuksa im Tor, lief es beim OHV besser. Als dann kurz darauf auch noch Jannes Hertlein, dessen Einsatz wegen Adduktorenproblemen unsicher war, in die Abwehrarbeit eingriff, machten die Auricher dem Gegner das Tore werfen deutlich schwerer. 

Die Auricher erarbeiteten sich den Anschluss, brachten sich aber mit unnötigen Fehlern im Angriff um mehr. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit hatten sie mehrfach die Möglichkeit, in Führung zu gehen, leisteten sich jedoch leichtfertige Ballverluste. Der OHV ging mit einem 12:13 in die Halbzeitpause. 

Auch in den ersten fünf Minuten nach Wiederbeginn blieb es ein offenes Spiel. Dann aber zwangen Hertlein erneut Adduktorenprobleme zum Zuschauen. Auf Kevin Wendlandt (Nasenbeinbruch) mussten die Auricher ja von vornherein verzichten. „So lange uns mit Jannes und Kevin zwei Abwehrspezialisten fehlen, werden wir uns immer quälen“, sagte Blacha. Und eine Mannschaft wie der TuS Spenge sei dann nicht die Kragenweite des OHV. 

Bis zur 49. Minute hielten die Auricher noch den Anschluss, lagen nur mit drei Toren zurück. Bis zum Schluss gelangen ihnen aber nur noch zwei weitere Treffer gegen eine jetzt offensiver eingestellte Spenger Abwehr. Die münzte jeden Ballverlust der Auricher im Angriff in schnelle Tore um. Machte zehn Gegentreffer in den letzten zehn Minuten. 

Beim TuS lief einfach alles perfekt. 

„Wir hatten da nicht mehr viel entgegenzusetzen“, sagte Blacha. Zumal die temporeiche, kräftezehrende Partie, in der einige OHV-Spieler im Dauereinsatz waren, an die Substanz gegangen war. 

„So können wir nicht überstehen“, sagte der OHV-Trainer. 

Bei aller Enttäuschung über das nackte Ergebnis freute sich Blacha aber über eine erfolgreiche Rückkehr nach langer Verletzungspause von Edgars Kuksa im Tor und über den Auftritt des A-Jugendlichen Jonas Wark, der ein starkes Spiel machte. 

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Ein starkes Spiel machte der A-Jugendliche des OHV, Jonas Wark, gegen den TuS Spenge. Fotos: Friedrichs