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Es hapert an der Abwehr

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 23.09.2019 | |   1. Herren Spielberichte

OHV-Handballer bekommen in der Defensive keinen Zugriff und kassieren bei den Rhein Vikings ihre erste Saisonniederlage

Neuss. Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich sind aus dem Kreis der Mannschaften, die in dieser Saison noch ungeschlagen sind, ausgeschieden. Die Mannschaft kassierte am Sonnabend bei den Rhein Vikings ihre erste Niederlage. Die 

fiel mit 27:35 Toren deutlich aus. 

Die Zahl der kassierten Treffer sagt schon aus, wo es hakte: in der Abwehr. Das Bemühen sprach OHV-Trainer Arek Blacha seinen Spielern dabei nicht einmal ab: „Wir hatten den Angriffen der Vikings aber nicht viel entgegenzusetzen.“ 

Zwar führten die Auricher durch ein Tor von Nikita Pliuto und einen verwandelten Siebenmeter von Jonas Schweigart nach drei Minuten 2:0. Und wer den Liveticker im Internet verfolgte, musste bis zur 24. Minute davon ausgehen, dass es der OHV wieder spannend machte. Die Auricher lagen mit einem Tor zurück (12:13). Innerhalb von drei Minuten wurde daraus jedoch ein Fünf-Tore-Rückstand (12:17). Mit einem 13:17 gingen die Auricher letztlich in die Halbzeitpause. Der statistische Verlauf der ersten Halbzeit spiegelte den Eindruck, den der OHV-Trainer von seiner Mannschaft hatte, nicht wider. Es waren nicht nur die Schlussminuten, von denen Blacha enttäuscht war, sondern von der gezeigten Abwehrleistung der gesamten ersten Halbzeit. Die Defensive kam nie im Spiel an. „Wir hatten überhaupt keinen Zugriff“, sagte auch Teammanager Ewald Meyer. 

Schon die Vorbereitung auf das Spiel war aufgrund von krankheitsbedingten Absagen zum Training bescheiden gelaufen. „So haben wir auch gespielt“, sagte Blacha. Jannes Hertlein versuchte einen Einsatz ab der 15. Minute, den er aber kurz darauf wegen anhaltender Adduktorenproblemen abbrechen musste. 

Die Auricher trafen zwar nicht auf die offensive Abwehr, mit der die Vikings in den Spielen zuvor angetreten waren und sich viele Tore eingehandelt hatten. Aber das kam für sie nicht überraschend. Um so erstaunlicher aber 17 kassierte Tore schon zur Halbzeit. Zumal kein Gegenstoßtor und nur ein Treffer aus dem Rückraum darunter waren. 

Die Auricher fanden einfach keine Lösung gegen gut spielende und engagiert auftretende Vikings. Frederick Lüpke sei im Tor auf sich allein gestellt und chancenlos gewesen, so Blacha. Auf den Einsatz von Edgars Kuksa, der nach seiner Schulter-OP erstmals wieder zum Kader gehörte, verzichtete der Trainer. Eine Vorsichtsmaßnahme mit Blick auf den Spielverlauf. 

Die zweite Halbzeit ist auch ohne Liveticker, der ausfiel, schnell erzählt. Es änderte sich nichts. In der Abwehr lief beim OHV weiter nicht viel zusammen. Erschwerend kam hinzu, dass Kevin Wendlandt Mitte der zweiten Halbzeit mit dem Fuß umknickte und nicht weiterspielen konnte. 

„Was wir im Angriff gezeigt haben, war okay“, sagte Blacha. Weil es aber die Abwehr nicht in dem Maße wie in den bisherigen Spielen schaffte, Tore zu verhindern, wurde der Rückstand der Auricher nicht weniger. 20 Minuten lang mühten sie sich vergeblich, aufzuschließen. „Du kommst einfach nicht ran“, sagte Blacha mit Blick auf resignierende Auricher in der Schlussphase und das Endergebnis. 

 

Zeitstrafen: Vikings 8 Minuten – OHV 4. 

Siebenmeter: OHV 5/5 verwandelt. 

OHV Aurich: Lüpke, Kuksa; Crnic (3 Tore), Cuk, Dallügge, de Buhr (2), Groß (2), Günsel, Hertlein, M. Pliuto (1), N. Pliuto (5), Schweigart (7/davon 5 Siebenmeter), Staszewski (6), Wark 81), Wendlandt. 

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lle Ansagen halfen nicht. Die Auricher bekamen bei den Rhein Vikings nicht den richtigen Dreh. Archivfoto: Wolfenberg