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OHV-Handballer überzeugen im Testspiel trotz Niederlage

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich haben am Mittwochabend ein Testspiel gegen den Wilhelmshavener HV mit 30:33 Toren verloren. Dennoch blickt Trainer Arek Blacha optimistisch nach vorn.

 

Aurich - Anlass zu Optimismus bot der Auftritt der Drittliga-Handballer des OHV Aurich am Mittwochabend im Testspiel gegen den Zweitliga-Absteiger und künftigen Ligakonkurrenten Wilhelmshavener HV. Die Auricher verloren zwar mit 30:33 Toren. Aber das Ergebnis kam für Trainer Arek Blacha erst an zweiter Stelle. Viel wichtiger war ihm: „Wir waren in der Lage dranzubleiben und haben den Kopf nicht hängen lassen. Das stimmt mich zuversichtlich.“

 

Zumal noch nicht einmal die Hälfte der Vorbereitungszeit auf die Saison vorbei ist. „Wir arbeiten derzeit mehr mit Medizinbällen als mit Handbällen“, sagte Blacha. Wohl mit ein Grund dafür, dass es an der Effektivität im Abschluss haperte. Für Blacha ungewöhnlich viel verwarf seine Mannschaft aus dem Rückraum. „Und trotzdem sind wir im Spiel geblieben“, stellte er positiv überrascht fest. Und das gegen eine Mannschaft mit zweitligaerfahrenen Spielern, die ihre Klasse auch zeigten.

 

OHV trat nur mit kleinem Kader an

 

Die Leistung der Auricher war auch deshalb hoch einzuschätzen, weil mit Wilke de Buhr und Evgeny Vorontsov zwei Leistungsträger noch fehlten, der Kader entsprechend klein war. De Buhr machen nach wie vor Knieprobleme zu schaffen. Und Neuzugang Vorontsov musste mit einem Nasenbeinbruch passen, den er sich am Sonntag, dem letzten Tag des Trainingslagers, zugezogen hatte.

 

Mit Fynn Menne gehörte ein Spieler zum Team, der von der SG VTB/Altjührden zum OHV gewechselt ist. Spielpraxis soll der 20-Jährige vor allem zunächst in der zweiten Mannschaft in der Verbandsliga sammeln. Der Rückraumspieler war im zweiten B-Jugend-Jahr von der JSG Wilhelmshaven ins Handballinternat von Eintracht Hildesheim gewechselt, spielte dort mit der A-Jugend in der Bundesliga West) und schloss sich zur Saison 2019/20 der SG VTB Altjührden an.

 

Auricher steckten nicht auf

 

Der OHV fand gegen Wilhelmshaven gut ins Spiel, führte nach zehn Minuten 6:3. Für die Wilhelmshavener war es das erste Spiel überhaupt in der Vorbereitung, in die sie nach einer langen, bis Ende Juni dauernden Saison in der 2. Bundesliga erst vor eineinhalb Wochen eingestiegen sind. Für WHV-Trainer Christian Köhrmann war es vor allem wichtig, erst einmal reinzukommen. „Wir sind nervös gestartet. Mit drei neuen Spielern. Da fehlte die Abstimmung“, so Köhrmann. Er reagierte auf diesen Auftakt mit personellen Wechseln. Der OHV musste fünf Tore in Folge hinnehmen zum 6:8 (14. Minute).

 

Mit bis zu fünf Toren gerieten die Auricher in Rückstand, spielten aber unbeeindruckt weiter und gingen mit einem 14:16 in die Halbzeitpause. Im zweiten Spielabschnitt ein ähnliches Bild. Die Wilhelmshavener ließen nie Zweifel daran aufkommen, dass sie das Spiel gewinnen. Aber die Auricher steckten nicht auf.

 

Nicht nur deshalb ging Blacha mit einem guten Gefühl aus dem Spiel: „Jeder hat sich bemüht, das umzusetzen, was angesagt war.“ Besonders freute er sich für Jonas Wark. Weil Wark eine Knieverletzung Probleme bereitet hatte, war er erst am Wochenende so richtig wieder ins Training eingestiegen. Wark bestritt gegen Wilhelmshaven sein erstes Spiel, überzeugte selbstbewusst als Torschütze, zeigte aber auch darüber hinaus eine starke Leistung.

 

 

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OHV-Spieler Wilke de Buhr (links) konnte knieverletzt nicht eingesetzt werden. Und mit Paul Jordan verfolgte ein ehemaliger OHV-Spieler, der jetzt in Berlin lebt, die Partie.
Im Team des OHV Aurich überzeugte Jonas Wark im Testspiel gegen den Wilhelmshavener HV nicht nur im Angriff. Fotos: Bernd Wolfenberg
Mit Fynn Menne (rechts) kam ein neuer Spieler für den OHV zum Einsatz, der zum erweiterten Kader gehört.