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Nächstes Spiel des OHV ist nicht irgendein Spiel

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Handball-Drittligist OHV Aurich muss am Sonnabend bei der Ahlener SG antreten. In der Vergangenheit war in den Spielen immer Spannung garantiert. Die Ausgangslagen sind diesmal jedoch andere.

 Aurich - In einem ist sich Arek Blacha, Trainer der Drittliga-Handballer des OHV Aurich, mit Blick auf die nächste Aufgabe ziemlich sicher: „Das wird nicht irgendein Spiel.“ Er kann sich jedenfalls nicht erinnern, dass es in seinen zurückliegenden sieben Jahren als Trainer des OHV mal Aufeinandertreffen gab, die nicht spannend waren. Seine Mannschaft spielt am Sonnabend (18.30 Uhr) bei der Ahlener SG.

 

Für die Auricher beginnt mit diesem Spieltag ein neuer Saisonabschnitt. Denn seit dem vergangenen Wochenende ist die Null auf ihrem Punktekonto weg, die für ungeschlagen stand. Sie verloren beim ASV Hamm-Westfalen II erstmals in dieser Saison. Jetzt ist kein Team mehr in der Staffel B ohne Niederlage. Blacha hofft, dass das verlorene Spiel auch etwas Positives hat. „Niederlagen sind eine gute Schule“, sagt er. „Mal gucken, was wir rausziehen werden.“

 

Ahlener Mannschaft schwer einzuschätzen

 

Gleiches trifft aber auch auf die Ahlener SG zu. Die verlor am vergangenen Wochenende bei LiT 1912 II. Und das mit 22:31 deutlich. Bei einer Mannschaft, die bis dahin in dieser Saison noch ohne zählbares Erfolgserlebnis gewesen war. Genau das macht es für Blacha schwer, den nächsten Gegner einzuschätzen. Denn andererseits steht auf dessen Konto auch ein Sieg beim ATSV Habenhausen. Bisher hat noch keine andere Mannschaft gegen Habenhausen gewinnen können. So treffen am Sonnabend mit der Ahlener SG und dem OHV zwei Teams aufeinander, die eine Reaktion zeigen werden.

 

 Blacha geht mit einem guten Bauchgefühl in die Partie: „Wir werden es nach dem enttäuschenden Spiel in Hamm besser machen.“ Das Spiel konzentrierter angehen. Mit mehr Respekt. Ob sich die Serie der spannenden Spiele zwischen der Ahlener SG, die mit 6:6 Punkten aktuell Tabellensiebter ist, und dem OHV fortsetzt? Eins ist im Vorfeld schon mal anders. Nicht Sascha Bertow ist mehr Trainer der Ahlener Mannschaft, sondern Frederik Neuhaus. Die Ahlener hatten sich zum Ende der Saison 2020/21 von Bertow nach zehn Jahren im Amt getrennt.

 

 Personelle Ausgangslage des OHV könnte besser sein

 

A-Lizenz-Inhaber Neuhaus, der auch als Auswahltrainer und als Trainer-Ausbilder des Handballverbandes Westfalen aktiv ist, ist mit einer personell veränderten und stark verjüngten Mannschaft in die Saison gestartet. Ihr Durchschnittsalter liegt bei knapp 23 Jahren.

 

Die Ahlener haben sich aber auch verstärkt. Unter anderem mit David Spiekermann vom Zweitligisten ASV Hamm. Mit Julian Damm vom Zweitligisten TV Emsdetten. Mit Matthias Schwalbe vom Drittligisten Leutershausen. Die Ahlener können zudem auf eine stattliche Fankulisse bauen. 500 Zuschauer und mehr kommen zu den Spielen. Zum Derby gegen den ASV Hamm II waren es 700.

 

Auf Seiten des OHV könnte die personelle Ausgangslage besser sein. Sie ist aber nicht mehr ganz so angespannt wie in der Vorwoche mit den etlichen grippegeschwächten Spielern. Ganz durch sind die Auricher damit zwar immer noch nicht. Ausgenommen Nikita Pliuto sind Leistungsträger aber nicht mehr betroffen. Allerdings bereitet Jonas Schweigart der Rücken Probleme. Das Ergebnis einer MRT-Untersuchung steht noch aus.

 

Im Ursprungsspielplan hatten die Auricher eigentlich Heimrecht gegen die Ahlener. Da die Sparkassen-Arena an diesem Wochenende jedoch belegt ist, wurde das Heimrecht getauscht.

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Auf harte Gegenwehr werden die OHV-Spieler (im Bild im roten Trikot Nikita Pliuto) auch Sonnabend bei der Ahlener SG gefasst sein müssen. Archivfoto: Bernd Wolfenberg