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OHV trifft auf Magdeburger Bundesliga-Nachwuchs

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Handball-Drittligist OHV Aurich empfängt am Sonnabend im Ligapokal den Nachwuchs des Bundesligisten SC Magdeburg. Für die Magdeburger war eine Teilnahme an der Runde keine Frage.

Aurich. Groß war die Vorfreude. Das Ergebnis passte für die Drittliga-Handballer des OHV Aurich am Ende ihres Auftaktspiels im Ligapokal am vergangenen Sonntag aber nicht so richtig dazu. „Das war nicht befriedigend“, sagt OHV-Torwart Frederick Lüpke rückblickend auf das Unentschieden gegen den ATSV Habenhausen. Jetzt ist er gespannt auf die nächste Aufgabe. Am Sonnabend treten die Youngsters des SC Magdeburg II in der Auricher Sparkassen-Arena an.

 

„Das wird, denke ich, ein ganz anderes Spiel als gegen Habenhausen“, sagt Lüpke. Grundsätzlich ist jeder Gegner interessant. Im Fall des Spiels gegen die Youngsters sorgt aber der Name noch für ein gewisses Extra. Der SC Magdeburg ist in der Bundesliga eine Hausnummer. In Aurich tritt jetzt dessen Nachwuchs an. Und der möchte sich für höhere Aufgaben empfehlen.

 

Für die Magdeburger war Teilnahme keine Frage

 

Für die Magdeburger geht es im Ligapokal eigentlich um nichts. Zweite Mannschaften können sich nicht für den DHB-Pokal qualifizieren, der den sportlichen Reiz der Ligapokalspiele ausmacht. Trotzdem haben die Magdeburger für die Runde gemeldet, die alternativ zur abgebrochenen Saison auf freiwilliger Basis angeboten wurde.

 

Für SC-Trainer Stephan Just war eine Teilnahme keine Frage. „Nach der langen Dürre sind wir froh, wieder spielen zu können, obwohl niemand genau weiß, wie es weitergeht“, äußerte sich der ehemalige Bundesligaspieler, der die SC-Mannschaft mit Beginn der Saison 2020/21 übernommen hat, im Vorfeld des Ligapokals gegenüber der Tageszeitung „Volksstimme“. Jedes Spiel sei besser als permanentes Training, so Just: „Endlich haben wir wieder was Messbares, nicht nur interne Wettkämpfe.“

 

Magdeburger verloren zum Ligapokal-Auftakt

 

Und aus diesem Messbaren holen die Magdeburger die Motivation, die Spiele auch ernst zu nehmen. Sie wollen zeigen, was sie zuletzt erarbeitet haben. Wenn seine Mannschaft schon das Privileg habe, spielen zu können, dann richtig, so der 42-jährige Trainer. In der abgebrochenen Saison hatten die Magdeburger, die in der Staffel Nord-Ost der 3. Liga antreten, vier Spiele bestreiten können. Ihre Bilanz: ein Sieg gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin und drei Niederlagen. Im Ligapokal verloren die Magdeburger ihr Auftaktspiel am vergangenen Sonntag gegen den Bundesliganachwuchs der Reinickendorfer Füchse Berlin mit 23:30 Toren.

 

Die Auricher haben das Spiel per Video analysiert. So, wie sie es sonst auch in der Vorbereitung auf Punktspiele machen. SC-Trainer Just verzichtete in dem Spiel gegen die Berliner allerdings auf die angeschlagenen Luka Baumgart und Niklas Danowski. „Vielleicht sind sie dann in Aurich mit von der Partie“, hoffte er vor einer Woche auf ihren Einsatz am Sonnabend gegen den OHV. Nicht dabei sein wird aber Mannschaftsführer Justus Kluge, der sich im Profiteam festgespielt hat.

 

Drucksituation im Spiel ist anders als im Training Die Auricher können in Bestbesetzung antreten. „Es sind alle fit“, sagte OHV-Teammanager Ewald Meyer. So, wie Lüpke, schaut auch Meyer mit zweigeteilten Gefühlen auf den Saisoneinstand. Organisatorisch lief unter Corona-Auflagen im Vorfeld der Partie alles rund. „Aber das Spiel hätten wir nach Hause bringen müssen. Das hatten wir dreimal im Griff“, haderte Meyer mit dem Ergebnis.

 

Die ganze Konzentration der Auricher liegt jetzt aber auf dem Spiel gegen den SC Magdeburg II. „Training und Spiel, das ist dann doch ein Unterschied. Die Drucksituation aus dem Spiel heraus ist einfach eine andere“, sagt Lüpke. Der 25-Jährige spielt seine zweite Saison für den OHV. Für eine dritte Spielzeit hat er kürzlich den Vertrag unterschrieben. Der Student hätte eine Alternative gehabt, entschied sich aber für eine weitere Saison im OHV-Team. Vor dem Hintergrund des ungewissen Wie-geht-es-weiter in der Pandemie war die Zusage für ihn die sicherste Entscheidung: „Beim OHV weiß ich, was ich hab.“

 

Das Spiel der Auricher gegen den SC Magdeburg II muss coronabedingt ohne Zuschauer stattfinden. Es ist jedoch live im Internet auf dem digitalen Sportsender sportdeutschland.tv für einen Kostenbeitrag von 4,50 Euro zu sehen.

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Mächtig Dampf machten die Spieler des OHV Aurich (im Bild Maxim Pliuto) zum Auftakt des Ligapokalwettbewerbs gegen den ATSV Habenhausen vor allem in der Anfangsphase. Am Sonnabend bekommen sie es jetzt mit dem Bundesliganachwuchs des SC Magdeburg II zu tun. Foto: Wolfenberg