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OHV empfängt Spenge: Auf dem Papier ein Spitzenspiel

|   1. Herren

OHV-Trainer Arek Blacha sieht vor dem Duell am Sonntag gegen Spenge aber Unterschiede zwischen den Vereinen. Mit einem Entwicklungsschritt seiner Mannschaft ist er aber höchst zufrieden.

 

Aurich - Auf dem Papier ist es ein echtes Spitzenspiel am dritten Spieltag der dritten Handball-Liga, doch OHV-Trainer Arek Blacha sieht vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den TuS Spenge doch noch Unterschiede zwischen beiden Teams. Der Verein aus der Kleinstadt im Nordosten Nordrhein-Westfalens hat nach Aussagen von Blacha Großes vor in dieser Spielzeit. „Sie haben andere Strukturen und wollen unbedingt in die Zweite Liga“, sagt Blacha. Der OHV-Trainer zählt den TuS Spenge, aber auch Wilhelmshaven und Bielefeld zu den Aufstiegsanwärtern.

 

Und der OHV? Der will sich laut Blacha in der dritten Liga etablieren und den Zuschauern in Aurich attraktiven Handball bieten. Das hört sich nach einem Saisonstart mit 4:0-Punkten erst einmal nach Understatement an. Doch in den Strukturen und in der Professionalität seien andere Vereine eben weiter als der OHV. „Das bedeutet aber nicht, dass wir ihnen sportlich nicht wehtun können“, sagt Blacha.

 

Vorsprünge sicher ins Ziel gebracht

 

Er rechnet sich auch im Heimspiel gegen Spenge etwas aus. Da ist es auch kein großes Problem, dass seine Spieler in den ersten beiden Saisonspielen jeweils die Anfangsphase verpennt hatten und erst in der zweiten Halbzeit einen Vorsprung herausspielten. Dies sei beim OHV normal. „Das geht schon seit Jahren so“, sagt Blacha. Im Handballsport verlaufen die Spiele auf höheren Ebenen bis zur Halbzeit häufig ausgeglichen. „Es ist auch viel Nervosität dabei. Und man erkennt oft während des Spiels erst die Besonderheiten der Gegner“, sagt Blacha.

 

 Eines ist Arek Blacha aber bei seiner eigenen Mannschaft aufgefallen. Sie steht nach seiner Ansicht am Beginn eines Lernprozesses. „Wir haben in beiden Spielen den Vorsprung peu á peu ausgebaut und sind ruhig geblieben“, sagt der OHV-Trainer. Er kennt die Mannschaft schon lange, aber der schnelle Entwicklungsschritt zu mehr Souveränität überrascht ihn dann doch. Und er hat einen weiteren Vorteil. „Es ist so gesünder für alle“, denkt Blacha an viele enge und nervenaufreibende Spiele in der Vergangenheit zurück.

 

Mannschaft ist eine Einheit

 

Zudem sei die Mannschaft eine echte Einheit. Junge Spieler werden zu ernsthaften Alternativen auf dem Feld. So wie Jonas Wark. Der zeigte bereits in der Vorbereitung sein Können und sprang im Auswärtsspiel in Cloppenburg mit einer guten Leistung für den verletzten Kevin Wendlandt ein. „Das ist eine tolle Geschichte. Er macht einfach geile Sachen“, sagt Blacha über den Nachwuchsmann. Und laut Blacha stehen andere Nachwuchshoffnungen bereits in der Warteschleife. „Wir haben mehrere Jungs, die einfach wollen. Da dürfen sich die Auricher Handfallfans drauf freuen“, sagt Blacha.

 

Auch der Neuzugang Petar Puljic sei bereits bestens integriert und eine echte Verstärkung für die Mannschaft. „Er kennt einfach keine Handbremse“, sagt Blacha.

Doch in der Gegenwart müssen die Auricher erst einmal am Sonntag den Favoriten ärgern. Und da könnte Blacha mit Kevin Wendlandt ein wichtiger Spieler fehlen. Der Verdacht Rippenbruch steht im Raum, bis zum Donnerstagabend pausierte Wendlandt. Hinter seinem Einsatz steht laut Blacha deshalb ein großes Fragezeichen. „Wir brauchen ihn unbedingt“, sagt Blacha und hofft auf eine schnelle Genesung. Und dann ist da noch der langzeitverletzte Wilke de Buhr. Mit ihm würde es wohl noch ein Stückchen besser laufen. „Er fehlt mir schon sehr“, sagt sein Trainer.

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OHV-Spieler Nikita Pliuto beim Abschluss im Heimspiel gegen Lit II. Am Sonntag kommt mit Spenge ein starker Gegner in die Arena. Foto: Bernd Wolfenberg