Zum Hauptinhalt springen

OHV enttäuscht in der Abwehr und verliert

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Handball-Drittligist OHV Aurich hat bei Aufsteiger TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld mit 31:35 Toren verloren. Die Abwehr fand keinen Zugriff. Es haperte aber nicht nur in der Defensive.

 

Aurich - Einem Zick-Zack-Muster gleicht derzeit die Leistungskurve der Drittliga-Handballer des OHV Aurich. Zuletzt im packenden Heimspiel gegen das Team Handball Lippe II noch jubelnd oben auf, enttäuschten sie am Sonnabend in Bestbesetzung bei der TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld. Am Ende stand bei einem Aufsteiger, der längst in der 3. Liga angekommen ist, eine 31:35-Niederlage.

  

OHV nach der Auszeit mit neuem Rückraum

 

Schon der Anfang verhieß nichts Gutes. Zwar verhinderte Edgars Kuksa, der in der ersten Halbzeit im Tor der Auricher stand, zunächst die Führung der Bielefelder. Es war die Chance für den OHV, das 1:0 vorzulegen. Kevin Wendlandt versuchte es im Ruck-zuck-Verfahren aus dem linken Rückraum. Aber das misslang. Der Ball ging über das Tor. Stattdessen fingen sich die Auricher einen Gegenstoßtreffer zum 0:1. Sie antworteten auf die Führung der TSG zwar postwendend mit dem Ausgleich. Das ging in dem Stil auch so weiter bis zur zwölften Minute (6:6). Aber ins Laufen kam das Spiel der Auricher nicht.

 

 Vier-Tore-Rückstand verfolgt den OHV bis zum Schluss

 

Während die Bielefelder ihre nächsten Angriffe erfolgreich abschlossen und zweimal mühelos aus dem Rückraum zu Toren kamen, nutzten die Auricher ihre Chancen nicht. Erst fand Maxim Pliuto bei einem Gegenstoß in TSG-Schlussmann Nils Dresruesse seinen Sieger. Dann de Buhr. Dresruesse stand erstmals wieder im Tor der TSG. Er musste zuvor wegen einer Adduktorenverletzung aussetzen. Der ehemalige Torhüter des Wilhelmshavener HV, Dennis Doden, seit Juli 2019 in Diensten der TSG, fehlte aus persönlichen Gründen.

 

Die TSG führte 10:7. Als die Auricher beim Wiederanwurf zu fahrlässig agierten, „klaute“ sich Dominik Waldhof in Spitzbubenmanier den Ball und erhöhte auf 11:7. Von diesem Vier-Tore-Polster sollten die Bielefelder bis zum Schluss profitieren. Der OHV ließ die Bielefelder zwar nicht weiter davonziehen, erweckte aber auch nie den Eindruck, sie noch vom Erfolgsweg abbringen zu können.

 

 31 Tore geworfen und trotzdem verloren

 

Selbst zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht, als Jonas Schweigart per Siebenmeter auf 14:17 verkürzte, Frederick Lüpke, jetzt im Tor der Auricher, einen Wurf des Rechtsaußen parierte und Evgeny Vorontsov per Gegenstoß zum 15:17 traf. Eine Jetzt-aber-Reaktion löste das im OHV-Team nicht aus. Vielmehr traf die TSG zweimal in Folge und stellte den Abstand wieder auf vier Tore. Da waren noch 25 Minuten zu spielen.

 

Und die waren ein Hin und Her im Gleichklang. Der OHV verkürzte auf drei Treffer, die TSG setzte wieder einen drauf. „Wir werfen 31 Tore und verlieren trotzdem“, haderte Blacha vor allem mit der Abwehrarbeit.

 

Zwei Wochen bleiben den Aurichern jetzt bis zum nächsten Spiel. Das ist am Sonnabend, 13. November. Der Gegner: der Wilhelmshavener HV. Blacha weiß, was es bis dahin speziell zu tun gibt: „Wir müssen wieder zu unserer Stärke in der Abwehr finden.“

 

TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld - OHV Aurich 35:31 (17:13)

TSG A-H Bielefeld: Dresruesse, Heininger, Mehrmann; Heidemann, Bruns, Bechtloff (3 Tore), Wagner (2), Vormbrock, Ullmann (1/davon1 Siebenmeter), Ludwig, Galling (6/1), Strathmeier (4), Pauly (11), Weßeling (5), Waldhof (3), Huebner.

OHV Aurich: Kuksa (1. - bis 30. Minute), Lüpke (31. - 58.), Jungvogel (58. - 60.); de Buhr, Wendlandt (1), Günsel, Fuhrmann (2), Vorontsov (5), M. Pliuto (1), N. Pliuto (3), Wark (5), Schweigart (7/4), Hertlein (2), Puljic (5).

Zeitstrafen: TSG 8 Minuten – OHV 8.

Siebenmeter: TSG 4/2 verwandelt - OHV 4/4.

Schiedsrichter: Gleb Sakovski / Christian Schneider (Remscheid/Wuppertal).

Torfolge: 2:2 (5. Spielminute), 6:6 (12.), 8:6 (16.), 8:7 (17.), 11:7 (19.), 17:13 (29.); 17:15 (32.), 19:15 (34.), 26:22 (44.), 30:26 (51.), 35:31 (60.).

Zurück
OHV-Trainer Arek Blacha war enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft im Spiel bei der TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld.Archivfoto: Bernd Wolfenberg