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Ganze Konzentration des OHV gilt einem Aufsteiger

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich müssen Sonnabend bei der TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld antreten – einem Aufsteiger. Doch der präsentiert sich alles andere als ein Neuling.

 

Aurich - Mit einem Aufsteiger bekommen es die Drittliga-Handballer des OHV Aurich am neunten Spieltag zu tun. Sie treten am Sonnabend (19.30 Uhr) bei der TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld an. Die Bielefelder präsentieren sich in der Liga aber alles andere als ein Neuling.

 

Lieber wäre es OHV-Trainer Arek Blacha gewesen, er hätte mit seiner Mannschaft gleich zu Saisonbeginn bei der TSG auflaufen können. Als sie tatsächlich neu in der Liga war. Aber schon da ließ sie aufhorchen. Die Bielefelder verloren zwar die ersten beiden Spiele. Aber nur knapp. Und das gegen zwei Teams, die oben in der Tabelle mitmischen: den Wilhelmshavener HV und den ATSV Habenhausen. Nur einmal haben sie bisher ihren Trainer Leif Anton enttäuscht. Als sie in eigener Halle gegen den bis dahin sieglosen Mitaufsteiger TV Bissendorf-Holte unterlagen.

 

OHV mit Respekt zum Aufsteiger

 

Die Bielefelder haben bisher mit zwei Siegen und einem Unentschieden Pluspunkte gesammelt. Insbesondere vor deren Unentschieden zeigt Blacha Respekt. Das gelang am vergangenen Wochenende mit 26:26 gegen den ASV Hamm II. In dessen Halle. „In Hamm einen Punkt zu holen, ist schon eine großartige Geschichte“, sagt Blacha anerkennend. Seine Mannschaft hatte dort Anfang Oktober ihre erste Niederlage in dieser Saison kassiert. Und dann gleich danach noch eine zweite. Am vergangenen Sonntag aber war sie wieder da: Die Auricher Mannschaft, wie sie den Handball lebt. Und gewann ein packendes Spiel gegen das Team Handball Lippe II. „Wir haben uns wieder berappelt. Das war ein ganz wichtiges Spiel“, sagt Blacha erleichtert.

 

Es war aber auch das erste Mal, dass er wieder mit allen Spielern planen konnte. Gesundheitsbedingt noch nicht zu 100 Prozent. Aber die Ausgangslage war zumindest deutlich besser als in den beiden Spielen zuvor. Und davon ist auch vor dem Spiel bei der TSG auszugehen. Stand Donnerstag. Wilke de Buhr konnte in dieser Woche zwar berufsbedingt nicht am Training teilnehmen, ist aber zum Spiel bereit. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Jannes Hertlein, der sich eine Oberschenkelzerrung zugezogen hat.

 

Handballverband erklärt die TSG zum Aufsteiger

 

Die Entscheidung, dass die TSG in dieser Saison in der 3. Liga antritt, ist am grünen Tisch gefallen. In Absprache mit den zwei weiteren ostwestfälischen Oberligisten (Sportfreunde Loxten und TSG Harsewinkel) hatten alle drei Vereine ihre Teams für die geplante sportliche Aufstiegsrunde in die 3. Liga zurückgezogen. Die Rückkehr in die Halle und damit die Vorbereitung auf die geplante Aufstiegsrunde ab dem 23. Juni hatte sich immer weiter verzögert. Eine Teilnahme stuften die Vertreter der drei Vereine vor dem Hintergrund verantwortungsvoller Verletzungsprävention als nicht mehr möglich ein. Der Handballverband (HV) Westfalen sollte über den Aufsteiger entscheiden. Und der entschied sich für die TSG. Ausschlaggebend waren für den stellvertretenden HV-Vorsitzenden Andreas Tiemann sportliche Aspekte der vergangenen Spielzeiten.

 

Für die Wilhelmshavener Spieler im OHV-Team kommt es am Sonnabend zum Aufeinandertreffen mit einem guten Bekannten. Dennis Doden. Er hat für den damaligen Zweitligisten Wilhelmshavener HV im Tor gespielt. Im Juli 2019 wechselte er zur TSG.

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Evgeny Vorontsov und seine Teamkollegen vom OHV machten es am vergangenen Sonntag gegen die HSG Handball Lippe II spannend. Aber sie waren am Ende siegreich. Am Sonnabend müssen sie bei der TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld antreten. Foto: Bernd Wolfenberg