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Spielabsage und Spielpause für OHV-Handballer

|   1. Herren

Eigentlich hätten die Drittliga-Handballer des OHV Aurich am Sonnabend bei GWD Minden II antreten sollen. Auf Wunsch des OHV findet das Spiel nicht statt. Es wird eine längere Spielpause geben.

Aurich. Die Pandemie bremst jetzt auch die Drittliga-Handballer aus. An diesem Wochenende hätte der OHV zwar noch antreten können. Denn der Teil-Lockdown gilt ab dem 2. November. Auf Wunsch der Auricher findet das Spiel, in dem sie am Sonnabend bei GWD Minden II hätten antreten sollen, nicht mehr statt. Darüber hinaus haben das Präsidium und der Vorstand des Deutschen Handballbundes gemeinsam am Freitagabend in einer Videokonferenz beschlossen, den Spielbetrieb in der 3. Liga und Jugend-Bundesliga ab Montag zunächst bis einschließlich 15. November auszusetzen.

 

Vor dem Hintergrund des ab dem 2. November geltenden Lockdowns waren die Bedenken der Auricher zu groß, am Sonnabend in Minden noch zu spielen. „Wir wollten da kein Risiko eingehen“, sagte OHV-Teammanager Ewald Meyer. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Minden-Lübbecke lag nach Berechnungen des Mindener Tageblatts am Donnerstag bei 103,41.

 

Jetzt geht es um die Fortsetzung des Spielbetriebs

 

Das Spiel des OHV bei GWD Minden II ist nicht das einzige, was an diesem Wochenende nicht mehr stattfindet. Auch die Partien des VfL Eintracht Hagen gegen die SG Menden Sauerland Wölfe, der Ahlener SG gegen den TuS Spenge, des ASV Hamm-Westfalen II gegen Hannover-Burgwedel und der SG Schalksmühle gegen den TuS Volmetal wurden abgesagt. Aus sportlicher Sicht hätte Meyer zwar liebend gerne weitergemacht. Unter anderem aus finanzieller Sicht aber ist es für ihn sinnvoll, die Saison zu unterbrechen.

 

Wie es weitergeht? Die zuständigen Gremien des Verbandes prüfen jetzt in Rücksprache mit den Vereinen die Möglichkeiten, wie und mit welchen Maßnahmen der Spiel- und/oder Trainingsbetrieb fortgesetzt werden kann. Der Spielleiter der 3. Ligen der Männer, Andreas Tiemann, kündigte für Mitte November einen Staffeltag mit den Vereinsvertretern an: „Im Sommer haben wir die Vereine mit ins Boot geholt. Und das werden wir auch jetzt wieder machen.“ Denn für ihn ist klar, dass bei dem dicht gepackten Punktspielprogramm kein Freiraum bleibt, die ausgefallenen Punktspiele nachzuholen.

 

Englische Wochen keine Lösung

 

In der 3. Liga, Staffel Mitte, haben drei Vereine erst ein Spiel bestritten. „Da habe ich bis jetzt schon 25 Nachholbegegnungen“, so Tiemann. Englische Wochen mit Spielen in der Woche und am Wochenende sind für ihn keine Lösung. Denn die meisten Spieler in Drittliga-Mannschaften leben nicht vom Handball, sondern sind anderweitig beruflich eingebunden.

 

„Wir haben großes Verständnis für unsere Vereine und deren Nöte“, sagt Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes. „Wir alle befinden uns in einer ungewissen Lage. Das vorläufige Aussetzen des Spielbetriebes verschafft uns Zeit, die wir benötigen, um die gerade erst veröffentlichten Verordnungen der jeweiligen Länder einschätzen zu können.“

 

3. Liga fällt unter Profisport

 

Die Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten hatte am Mittwoch als einen Beschluss zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergeben, dass der Trainings- und Spielbetrieb ab dem 2. November im Amateursport bis zum Ende des Monats einzustellen sei. Aber fällt die 3. Liga nun unter Amateursport oder wird sie zum Profisport gezählt?

 

Für den Amateursport gilt nach dem Kobferenz-Beschluss: Spielbetrieb und Training sind ab dem 2. November bis zum Ende des Monats nicht erlaubt. Für den Deutschen Olympischen Sportbund fällt die 3. Handball-Liga aber unter die Definition „Profisport“. Weil dort auch professionelle Sportler am Spielbetrieb teilnehmen.

 

„Mit Hochdruck arbeiten wir daran, auch auf politischer Ebene diese drängenden Fragen zu klären“, wird Schober in einer Pressemitteilung des DHB zitiert .

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Eigentlich hätten die Handballer des OHV Aurich (im Bild Jannes Hertlein) am Sonnabend bei GWD Minden II antreten sollen. Das Spiel findet ebenso nicht statt wie alle weiteren, die im November angesetzt waren. Foto: Wolfenberg