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OHV auf gutem Weg

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Auricher Mannschaftsführer Jonas Schweigart blickt auf das bisher Erreichte zurück und ist gespannt auf das, was kommt

Ausruhen? Ja, das konnten die Drittliga-Handballer des OHV Aurich über die Weihnachtstage und können sie noch bis zum 2. Januar. Die Pause tut nach einem intensiven ersten Saisonteil mit 13 Spielen in 14 Wochen gut. Sie sind als Tabellendritter in die trainingsfreie Zeit gegangen. Darauf können sich die Auricher allerdings nicht ausruhen. Ihr Ziel, am Ende zu den sechs Mannschaften zu gehören, die nicht in die Abstiegsrunde müssen, haben sie damit noch nicht erreicht. OHV-Mannschaftsführer Jonas Schweigart blickt auf den bisherigen Saisonverlauf zurück und optimistisch nach vorn.

 

Grundsätzlich ist er mit dem bis jetzt Erreichten zufrieden: „Vor der Saison hätte ich das so unterschrieben.“ Im Nachhinein, fügt er aber auch hinzu: „Es war das Potenzial da, noch zwei bis vier Minuspunkte weniger zu haben.“

 

Der Ist-Stand ist für Schweigart trotzdem der Beweis dafür, dass der OHV in der 3. Liga eine gute Rolle spielen kann: „Wir haben einen guten Kader, sind eine coole Truppe und haben mit die beste Halle. Wir haben gegen den aktuell Tabellenzweiten TuS Spenge gewonnen, gegen Spitzenreiter Wilhelmshaven nur knapp mit einem Tor verloren.“

 

Die Auricher erwischten einen perfekten Start in die Saison. Mit 10:0 Punkten hätten sie nicht besser loslegen können. „Die dann folgende Schwächephase haben wir weggesteckt und als es drauf ankam, alle Vier-Punkte-Spiele im November und Dezember gewonnen.“

 

Zuletzt gegen den TV Cloppenburg. Schweigart verletzte sich in diesem Spiel in der ersten Halbzeit am Fuß. Davon bekamen Außenstehende nichts mit. Er spielte trotz gerissener Bänder weiter: „Das begleitet mich am Ende eines Jahres eigentlich immer.“ Die Rückenbeschwerden, mit denen er im Herbst zu tun hatte, hat er im Griff.

 

Einzige Heimniederlageschmerzt am meisten

 

Ein Spiel steht für Schweigart über allen. Und das in emotional alle Richtungen. Das gegen den Wilhelmshavener HV. Das Derby. Viele Spieler im Auricher Kader haben ihre Wurzeln in Wilhelmshaven. „Das Spiel ist immer etwas Besonderes“, sagt Schweigart. Dazu noch in der Sparkassen-Arena. „Da hat man mal wieder gesehen, wie gut die Halle ist. Zweitligareif“, so Schweigart. Weit mehr als 1000 Fans hatten für Stimmung gesorgt. „In diesem Spiel hat man auch gesehen, wozu unser Kader imstande ist. Es ist die Mannschaft, die auf und neben dem Platz funktioniert. Das macht den OHV aus und sind die ein, zwei Prozent, die uns nach vorne bringen.“

 

Die knappe Niederlage in diesem Spitzenspiel war für Schweigart aber auch die schmerzvollste der insgesamt vier. In Hamm, in Ahlen und in Bielefeld zu verlieren sei zwar unnötig und ärgerlich gewesen. Aber das 28:29 gegen Wilhelmshaven tat am meisten weh.

 

Es ist die bisher einzige Heimniederlage der Auricher. „Und wir haben ja noch ein paar Heimspiele“, blickt Schweigart erwartungsvoll auf das noch ausstehende Programm.

 

Über allem schwebt aber nach wie vor die Pandemie. „Die ändert sich ja auch mit dem Jahreswechsel nicht“, so Schweigart. Er ist zunächst einmal froh, „dass wir noch weiter spielen dürfen.“ Und wundert sich, wie Handballspielen unter diesen Voraussetzungen schnell zur Gewohnheit geworden ist. Um so schöner sei es am Anfang der Saison gewesen, auch wieder vor Zuschauern spielen zu dürfen. Obwohl längst nicht so viele kamen wie zu besten Zeiten, pandemiebedingt gar nicht kommen durften. „Aber gefühlt waren es für uns 8000“, sagt Schweigart.

 

Lediglich ein Spiel fiel für die Auricher bisher coronabedingt aus. Das letzte in diesem Jahr am 11. Dezember beim TuS Spenge, der positive Fälle im Team meldete.

 

Die Auricher Mannschaft verzichtete mit Blick auf die Pandemielage auf die traditionelle Weihnachtsfeier im großen Kreis. Sie setzte sich zum Jahresabschluss in kleiner Runde zusammen.

 

Am 3. Januar trifft sie sich erstmals nach der Weihnachtspause wieder zum Training. Am 16. Januar geht der Punktspielbetrieb für die Auricher mit einem Heimspiel gegen den TSV GWD Minden II weiter. Der dritte Tabellenplatz ist eine gute Ausgangsposition auf dem Weg zum Ziel. „Trotzdem“, sagt Schweigart, „die Liga bleibt sehr, sehr spannend.“

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Der OHV Aurich spielt bisher in der 3. Liga eine gute Rolle. Er gewann unter anderem gegen den Tabellenzweiten TuS Spenge (im Bild Mannschaftsführer Jonas Schweigart).Foto: Bernd Wolfenberg