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Ungewohntes Trainingsgelände

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Für die Drittligaspieler des OHV Aurich wurde die letzte Übungseinheit der ersten Woche auch zur nassen Herausforderung

Auf die sportliche Arbeit folgte zum Abschluss der ersten Trainingswoche das nasse, deswegen aber nicht weniger anstrengende Vergnügen: Die Einheit am Freitagabend am Badesee Tannenhausen war für die Drittliga-Handballer des OHV Aurich eine, um nach vier intensiven, konzentrierten Übungsabenden den Kopf freizubekommen. Sprints im Wasser. Läufe im Sand steckten ihnen da schon in den Beinen. Der neue Trainer Pedro Alvarez ist mit einem guten Gefühl aus der ersten Woche gegangen: „Die Spieler akzeptieren mich.“

 

Diese Phase sei nicht so einfach, sagt der 49-Jährige: „Wir müssen erst einmal alles bauen. Jetzt ist es nur Arbeit. Im März, April, da muss die Mannschaft stark sein. Zum Saisonfinale.“ Das sei wie mit einem Orchester.

 

Gleich in der ersten Trainingseinheit am Montag ging es ums Ganze. Die konditionellen Grundlagen mussten die Spieler nach Alvarez Plänen in Eigenregie im Vorfeld legen. „Für konditionelle Basisarbeit fehlt mir die Zeit“, sagt Alvarez.

Was nicht heißt, dass er nicht an der Kondition der Spieler arbeitet. Aber spezifisch. Verpackt in die Übungen. In der vergangenen Woche zwei Stunden täglich von Montag bis Donnerstag. Zum Trainingskader gehören neben dem Stamm der Drittligaspieler auch die drei A-Jugendlichen Stig Lübben, Henning Stoehr und Lucas Drees sowie aus der zweiten Mannschaft Jannik Neumann und Simon Stoehr sowie Daniel Schrainer von TuRa Marienhafe. Diese Mischung macht es, sagt Alvarez: „Es sind Spieler mit Erfahrung und Qualität und es sind junge Spieler mit Ambitionen.“
Insbesondere mit den jungen Spielern arbeitet Alvarez auch individuell. Technik, Taktik. „Aber auch körperlich müssen sie sich noch entwickeln“, sagt er.

 

In der ersten Woche legte Alvarez den Schwerpunkt auf die Angriffsarbeit. In dieser Woche steht die Abwehr im Vordergrund in Kombination mit Gegenstößen. Defensiv und offensiv, beides gehört für den Trainer zum Programm.

 

Wie schon in den vergangenen Jahren unter Arek Blacha bleibt Eric Hettmann auch unter Alvarez Co-Trainer der Mannschaft. Hettmann soll sich insbesondere um das Torwarttraining kümmern. Und Fitnesstrainer bleibt Holger Erdelt.

 

Neuer Mannschaftsführer des Drittligisten ist Kevin Wendlandt. Er wurde am Mittwoch mehrheitlich von den Spielern gewählt. Den Mannschaftsrat bilden zusammen mit ihm Evgeny Vorontsov, Jannes Hertlein und Edgars Kuksa.

 

Das vorrangige Saisonziel des OHV ist, trotz zuletzt erfolgreicher Jahre, der Verbleib in der Liga. Alvarez sagt nur so viel: „Die 3. Liga ist stark.“ Aber auch schwer einzuschätzen. Denn es bleibt abzuwarten, wie die Konkurrenz die schwierige Saison unter Coronabedingungen weggesteckt hat.

 

Alvarez wird in den kommenden Wochen weiter an der Entwicklung der Spieler und der Mannschaft arbeiten. Arbeit ist für ihn der Schlüssel auf dem Weg zum Erfolg.

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SO ANSTRENGEND DIE SANDLÄUFE, VORWÄRTS, RÜCKWÄRTS, SEITWÄRTS, AUCH WAREN. IHREN SPASS HATTEN DIE OHV-SPIELER (LINKS PETAR PULJIC, RECHTS EVGENY VORONTSOV) TROTZDEM.
SPRINTS IM WASSER AM BADESEE IN TANNENHAUSEN BILDETEN DEN ABSCHLUSS DER ERSTEN TRAININGSWOCHE. MITTENDRIN: TRAINER PEDRO ALVAREZ.FOTOS: BERND WOLFENBERG